Dummyseminar bei Carolin – Licht und viel Schatten

Veröffentlicht: 02/05/2011 in Allgemein

Am Samstag war es nun endlich soweit: Dummyseminar bei Carolin.

Bei herrlichstem Wetter machten wir uns auf nach Pretzfeld. Ich mit dem Molch, Sarah mit Frieda und Anke mit Biscuit. Dazu dann noch die Groupies: Daniela, Frank und Härry 😉

Carolin hat den Schwerpunkt auf die Steadiness gelegt und das gesamte Seminar darauf ausgerichtet. Was den Molch betrifft: goldrichtig. Denn gruppenunerfahren wie wir sind, war  der Molch auch dementsprechend aufgeregt und hochgepusht. Das zeigte sich in Fieperei, Unruhe und Konzentrationsproblemen.

Nach der theoretischen Einführung holten wir die Hunde aus dem Auto und starteten zum Aufwärmen mit Fußarbeit. Slalom um die anderen Gespanne etc.. Das lief soweit eigentlich noch ganz gut und klappte nach einigen Anlaufschwierigkeiten etwas besser.

Dann das ganze nochmal mit dem Dummy im Fang. Hier das erste Problem. Gizmo verweigerte, das Dummy aufzunehmen. Egal welches Theater man machte. Er nahm nicht auf. Nachdem Carolin dann einiges probiert hatte, die „schnelle“ Methode: Maul auf, Dummy rein. Und siehe da. Er behielt es und ich konnte die Runde drehen.

Dann die  nächste Aufgabe: Der Hund läuft im Fuß mit dem HF zu einem Zaun, wo der HF ein Dummy auslegt, im Fuß geht es dann wieder zurück zum Startpunkt. Vom Startpunkt aus geht es wieder im Fuß zurück zum Zaun, wo der HF das Dummy selbst wieder einsammelt und mit dem Hund wieder zum Startpunkt zurück geht. Auf dem Rückweg soll der HF das Dummy gut sichtbar vor dem Bauch tragen. Dann wird der Hund wieder am Startpunkt abgesetzt, während der HF allein zum Zaun geht, um dort wieder das Dummy auszulegen. Vom Startpunkt sollen Hund und HF erst ein paar Schritte in Richtung Zaun gehen, bevor der Hund letztendlich auf das Dummy geschickt wird. Das funktionierte mit dem Molch ganz gut.

Das ganze wurde dann nochmal mit Verleitung wiederholt. Ein Dummy wurde auf halber Distanz ein paar Meter rechts als Verleitung geworfen. Beim schicken bog Gizmo dann erstmal ab. Aber nicht wirklich zur Verleitung, sondern sonstwohin. Das alte Problem mit dem Einweisen. Zudem glaube ich, war er so aufgeregt, dass er das Dummy an sich gar nicht so interessant fand. Also wieder abgerufen und nochmal geschickt, nachdem Carolin noch ein wenig mit dem Dummy rumkasperte, damit der Molch aufmerksam wurde. Der zweite Versuch klappte dann leidlich.

Es folgte eine weitere Aufgabe. Eigentlich hätte man hier über den Köpfen der Hunde die Fragezeichen schweben sehen müssen. 😉 Man ging mit Hund an den bekannten Startpunkt. Hund mußte sitzen bleiben. HF geht einige Meter vor und wirft 3 Dummies. Danach wieder zurück zum Hund und am Startpunkt stehen bleiben. Danach kommt der nächste HF (Hund muß in der Wartezone bleiben) und wirft ebenfalls ein paar Dummies. Wieder zurück zum Hund und der 3. HF wiederholt das ganze. Während dieser Zeit steht der HF, der mit der Aufgabe dran ist, mit Hund auf dem Startpunkt. Sind alle Dummies geworfen( 8 oder 9 an der Zahl), gehts nicht zum Apport. Nein, im Fuß gehts in den Innenhof, wo Hund mit einer Spielzeugaction belohnt wird, um dann wieder in die Wartezone zurückzukehren. Die Dummies wurden dann von Carolin, bzw. Llynia eingesammelt. Das ganze war für den Molch kein Problem. Klappte super.

Dann gabs noch eine kleine Suche mit 4 Dummies. Die ersten beiden fand der Molch recht schnell, bei den restlichen zwei brauchte er etwas Hilfe. Wahrscheinlich war die Koordination etwas gestört, weil der Herr erstmal sein großes Geschäft verrichten mußte! „VollTroll“.

Nach der Mittagspause gabs dann noch einen kleinen Parcour. 4 Stangen wurden in einem weiten Quadrat gesteckt. Vom Startpunkt aus gings im Fuß bis zur ersten Stange, danach im rechten Winkel bis zur nächsten Stange. Hier dann eine 270 Grad Drehung (mit Absitzen nach jeweils 90 Grad), sodaß man die Richtung zur nächsten Stange hatte. Hier wurde der Hund abgesetzt und HF lief zur 4. Stange, wo zwei Dummies abgelegt wurden. Wieder zurück zum Hund und dann im Fuß an Dummies Vorbei zurück zum Startpunkt. Nun sollte der Hund auf den ersten Dummy geschickt werden. Molch hatte natürlich wieder wenig Ambitionen und machte erstmal nen Sitzstreik und holte erst im dritten Anlauf nach weiterem TamTam den Dummy. Auf dem Rückweg dann, platzierte Carolin in direkter Nähe zum 2. Dummy  eine Plastikkrähe als Ablenkung. Also wieder geschickt. Gizmo wollte nicht wirklich zum Dummy. Mußte erst wieder interessant gemacht werden. Die Krähe erntete allerdings nur einen kurzen Seitenblick von ihm.

Danach war dann Schluß. Mit dem Molchtier war eh nix mehr anzufangen. Frieda und Biscuit dagegen hätten sicherlich weiterhin ordentlich mitgemacht. Aber man soll aufhören, wenns am schönsten ist! 😉

Biscuit und Frieda waren der Hammer. Bei allen Aufgaben wirklich toll gearbeitet. Wenn der Keks so weitermacht, dürfen wir schon auf die WT-Karriere der beiden gespannt sein. Von Sarahs Ruhe und Konsequenz könnt ich mir ne Scheibe abschneiden. Frieda in Action ist der Hit. Sie sollte eigentlich noch den Beinamen „die Rute“ bekommen. 🙂

Und mein Fazit zum Molchtier: Man sah ganz deutlich, dass ihn das Training in der Gruppe teilweise überfordert. Auch wenn er mit der Zeit schon ruhiger wurde, so war Konzentration Mangelware. Dummy nicht aufnehmen und solche Spielchen, das kenn ich, wenn wir alleine sind, gar nicht. Ich denke, er wird sich aber auch daran gewöhnen und ruhiger werden. Den Dummy muß ich noch interessanter für Ihn machen. Auch wenn die Dummys vorerst mal nicht fliegen werden. Basics sind angesagt, Fußarbeit und Steadiness. Dass er ganz ordentlich markiert, weiß ich ja. Und da wir ja das Glück haben, nun in der Gruppe trainieren zu können, wird sich Gizmo auch an andere Hunde bei der Arbeit gewöhnen. Nachdem ich den ganzen Tag Revue passieren lassen hab, glaube ich aber auch, dass unser Autofahr-Problem, den Stress noch verstärkt hat. Denn er kam schon völlig durch den Wind aus dem Auto und somit gar nicht zur Ruhe. Dieses Problem werden wir nun auch nochmal verstärkt angehen.

Alles in allem viel Arbeit, aber es macht wirklich Spaß. Und ich hab mir auch nicht die Laune verderben lassen. Dauert eben bei nem erwachsenen Hund etwas länger, als wenn man schon in Welpentagen mit dem Dummy anfängt und das Training in der Gruppe ist nochmal was ganz anderes als alleine.

Achja, der läufige Keks war dem Molch ziemlich schnuppe. Ziel der Begierde war Llynia . Er hat es glaub ich bis heute nicht verkraftet, das er nicht mal „Hallo“ sagen durfte. 🙂

So, und nun kam der gemütliche Teil. Grillen war angesagt. Hunde also in den Autos verstaut  und los gings. Härry machte den Grillmeister und bei fränkischem Bier und Fleisch und lecker selbstgemachten Zatziki von Carolin wurde dann getratscht und viel gelacht.

Zusammenfassend noch einige Special-Highlights: Molch durfte erfahren, dass Carolins Dacia bellen und sich bewegen kann, wenn man ihm zu nahe kommt. Ein Grill mit Rädern heißt Männerrollator. Llynie hat nun den Spitznamen Tittentier und sie kann sich sogar schminken und mit ausgeklügelten Ablenkmannövern Bratwürste stibitzen. Frieda apportiert wenns sein muß auch Plastikkrähen und -stangen. Der Killerkeks ist ein Grinsetier. Den „Anhang“ der HFs nennt man Spielerfrauen. Und wenn manche Menschen zwei Gehirnzellen weniger hätten, wären sie ein Feldweg geworden (Anm.d.Red.: oder ein Brot!)  🙂

Wir freuen uns auf jeden Fall schon aufs nächste Mal und sind gespannt, wie sich das Molchtier bis dahin entwickelt (und das Herrchen natürlich). Außerdem wurde Daniela auch ein wenig angefixt und mal sehen, wie sich das entwickelt. Die Truppe hat auf jeden Fall super zusammengepaßt.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Carolin. Die sich wirklich viel Gedanken gemacht hat und individuell auf die Hunde einging. Die Informationsflut muß ich erstmal noch verarbeiten! 😉

Kommentare
  1. Super Bericht …. HIHIHI besonders das mit den „Spielerfrauen“ und den „Gehirn – Feldweg – Vergleich“
    Für das Basics Training lassen wir uns viele lustige Sachen einfallen…. soll ja keine Strafarbeit sein 😉
    Und dann starten wir alle bei Lake & Land!!!!

    • Anke sagt:

      Lake & Land ist ne super Idee!!!!

    • gizmolch sagt:

      Ich überlege stark, ob ich den Molch nicht einfach nur erstmal bei Euch zuschauen lasse, damit er sich an die Situation in der Gruppe gewöhnt – in der Hoffnung, dass er Euch nicht kirre macht.

      • Das schauen wei uns das nächste Mal an…. keine Sorge genau dafür treffen wir uns ja. So profitiert jeder vom anderen. Du hast für den Molch Gesellschaft. Wir haben ein weiteres Brrr-Männchen oder jemanden der in der Line mitgeht… Alles wird sich fügen…zum Guten

      • gizmolch sagt:

        Ich werd aber trotzdem mal sehen, dass ich so ne 1/2 bis 3/4 Stunde vorher schon vor Ort bin und ne gepflegte Runde mit dem Molch dreh. Damit er nicht direkt aus dem Auto gleich in die Gruppe kommt.

  2. Anke sagt:

    Die Special-Highlights sind der Brüller, ich hab mich grad schlappgelacht… *lol* das Tittentier hatte ich schon wieder verdrängt!

    Aber du hast die beiden Sprüche wieder durcheinandergewürfelt – korrekt heißt es:
    – dumm wie 10 Meter Feldweg
    oder
    – zwei Gehirnzellen weniger und er/sie/es wär a Stück Brot wor´n!

    Ich hab´s mir endlich gemerkt 🙂

  3. ppfrieda sagt:

    Brot kann schimmeln, was kannst Du? 🙂

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