Jagdluft schnuppern…

Veröffentlicht: 04/11/2011 in Allgemein, Jagd

Gestern konnte ich das erste Mal Jagdluft schnuppern. Ich durfte auf einer Hubertustreibjagd als Treiber mitlaufen. Beim Sammelpunkt wurden alle eingewiesen und die Treiber in zwei Gruppen eingeteilt. Es sollte auf Rot-, Schwarz- und Rehwild gejagt werden. Unsere Gruppe bestand aus 3 Treibern, einem Schützen und 3 Hunden. Einer Wachtelhündin und zwei Kopov-Bracken. Nun ging die Fahrt erstmal zu unserem Startpunkt und von dort dann ins Gelände. 2,5 Stunden gings dann durch den Wald und sehr abwechlungsreiches Gelände. Jetzt weiß ich auch, warum man da am besten Schutzkleidung trägt. Brombeerranken und Buchenrauschen erschweren einem doch ab und an das Weiterkommen. Wobei es aber größtenteils relativ einfaches Gelände war.

Wildanblick hatten wir nur einmal. Schon sehr beeindruckend wenn ein paar Meter entfernt ein stattlicher Keiler flieht und im Schlepptau ne lärmende Hundemeute. Unser Schütze war leider zu langsam und kam nicht zum Schuß. Allerdings knallte es um uns rum nicht grad wenig.

Die Hunde arbeiten zu sehen, war schon interessant. Das Laufpensum und die Fläche die da abgesucht werden, ist schon enorm. Und für einen Retrieverbesitzer, der ja eigentlich nen „stillen“ Hund haben sollte, ist es schon ungewohnt, wenn die Hunde Laut geben, sobald sie eine Spur haben! 😉  Mit den Bracken könnte ich ja nicht warm werden. Aber die 8 Jahre alte Wachtelhündin war super. Entfernte sich meist nicht weiter als auf Sichweite, flitzte umher und hatte sichtlich Spaß dabei. Ich weiß nicht, wieviele Kilometer die in den 2,5 Stunden zurückgelegt hat. Trotzdem kam sie aber in den kleinen Pausen noch mit dem Stöckchen an und wollte spielen.

Als wir unsere Runde fertig hatten, gings dann wieder zum Sammelpunkt, wo auch schon die ersten geschossenen Wildschweine und einiges an Rotwild angeliefert und gewogen wurden.

Nach einem Bierchen und einer Gulaschsuppe kam dann noch ein Highlight: Ich durfte ein Nachsuchengespann begleiten. Einer der Jäger hatte ein Wildschwein nicht richtig getroffen und das mußte jetzt nachgesucht werden. War super interessant. Die Deutsch Drahthaar Hündin war der Hammer. Es war  anstrengender als die 2,5 Stunden vorher. Denn es ging in relativ hohem Tempo querfeldein durch Buchenrauschen und Gebüsch, Berg rauf Berg runter.

Nach einer geschätzten halben Stunde brach dann der Hundeführer ab, obwohl der Hund nach seinen Angaben noch auf der Fährte war, aber es gab leider keinerlei Pirschzeichen. Sehr beeindruckend, wie so ein Team arbeitet und mit welchem Willen sich der DD auf der Spur bewegt. Da der Hund ja trotzdem ein Erfolgserlebnis haben sollte, „vergaß“ der Hundeführer seinen Handschuh, den der Hund dann holen mußte.

Wieder zurück beim Sammelpunkt war die komplette Strecke ausgelegt. Genaue Zahlen hab ich leider nicht parat. Vielleicht bekomm ich die noch. Nachdem dann die Strecke verblasen war, machte ich mich auf den Weg. Denn ich mußte den Molch noch abholen, der bei Ivonne untergebracht war.

Es war sehr interessant, die Geschichten der Jäger zu hören. Alleine deshalb wars schon sehr unterhaltsam. Meine Lektüre der ein oder anderen Jagdzeitschrift hat mir dann wenigstens ein wenig Hintergrundwissen verschafft und zum Verständnis beigetragen.

Von den Jagdhunden, die vor Ort waren, haben mich so rein optisch ein Deutsch Langhaar und einige Drahthaar beeindruckt. Die kleineren Hunde wie Bracken und Jagdterrier gefallen mir irgendwie gar nicht.

Eventuell werd ich noch bei ein bis zwei Jagden hier in der Nähe mitlaufen. Mal sehen. Vielen Dank auf diesem Weg an unsere Hundesitterin Roswitha, die das ganze möglich gemacht hat und natürlich an Ivonne fürs Molchsitten, der Kerle war total k. o. Der hat nach dem Fressen sofort das Bett geentert und hat geschlafen. Und ich folgte nicht viel später.

Fotos hab ich nur von der Strecke gemacht…

Und Ivonne hat auch ein paar Fotos gemacht. Das Traumpaar Fiene und Molch…

Kommentare
  1. Nix zu Danken … hab ich gern gemacht. Der Molch ist ein ganz lieber Besuchshund.

  2. ppfrieda sagt:

    Super, das finde ich ja total spannend. Deinen Hundegeschmack kann ich voll nachvollziehen. 🙂

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