Gesucht und gefunden…

Veröffentlicht: 24/09/2012 in Allgemein, Die Mudpaws

Nach einen schönen Samstag bei Sarah, Frank, Josef und Frieda entschlossen wir uns kurzfristig, zum Sonntagstraining nach Burghaun zu fahren. Da sonst niemand Zeit hatte, gabs ein intensives Suchentraining im Zweiergespann.

Suche 1: Wir stehen am Waldrand. Es liegen 5 Dummys auf ca. 25 x 5 Meter. Entfernung zum Suchengebiet geschätzte 15 Meter. Tja, nun stand ich vor der Frage: Wie bekomm ich den Molch da hin? Nach kurzer Einweisung von Ivonne und Windrichtungstest arbeiteten wir erstmal an meinem Such-Verloren Befehl inkl. Körpersprache etc. Ich nahm also Aufstellung, richtete den Molch so aus, dass er möglichst schnell Witterung bekommt, wenn er gerade rausgeht und… suuuuch. Und Gizmo schoß raus und lief, wie gewünscht ans linke Ende des Suchengebiets um dann zielsicher wedelnd mit der Nase am Boden zu suchen. Und zu meiner Verwunderung steuerte er geradewegs auf den einzigen Dummy zu, den Ivonne erhöht an nen Baum platziert hatte. OléOlé. Auch die nächsten beiden Dummys holte er schnell rein. Er suchte konzentriert und, zumindest meiner Meinung nach, mit logischem Suchmuster. Die letzten beiden Dummys holte dann Fiene in gewohnter Sicherheit.

Suche 2: Diesmal 3 Dummys. Dazu aber Verleitung hinter dem Suchengebiet. Molch startete wieder als erstes und arbeitete sich sicher und zügig zum Dummy hin. Machte wirklich Spaß, ihm dabei zuzuschauen. Die weiteren Dummys suchte Fiene.

Suche 3: Nun wurden die beiden erstmal im Auto verstaut und es wurde eine große Suche ausgelegt. 12 Dummys in drei 4er-Reihen.  Erste Reihe liegt direkt am Waldrand. Die weiteren Reihen in einer Breite von ca. 40 Metern immer ca. 10 Meter nach hinten versetzt.

Wieder durfte Gizmo starten. Er schoß los und hatte schon beim starten das erste Dummy aus der ersten Reihe in der Nase und holte es direkt. Danach startete Fiene. Die war etwas irritiert, weil Gizmo den Dummy in ihrer unmittelbaren Nähe aus dem Gras gepflügt hatte und kontrollierte erstmal diese alte Stelle bevor sie dann einen Dummy aus der Mitte apportierte.
Nächster Dummy für den Molch. Und wieder ging er den kürzesten Weg: Der nächste Dummy aus der ersten Reihe. Warum lange durch den Wald irren, wenn die Dummys vor der Nase aus dem Boden wachsen. Bei Gizmos nächstem Dummy gabs dann erhöhte Schwierigkeit. Denn Ivonne schickte Fiene direkt los, als Gizmo seinen Dummy fand und auf dem Rückweg war. Fiene passierte den Molch zwar in nächster Nähe, was ihn aber überhaupt nicht beeindruckte, sondern schnell den Dummy reinbrachte. Leckerli-Jackpot. So holten wir 9 Dummys aus dem Gebiet. Die 3 übrigen holten die Hundeführer.  Damit war das Kapitel Suche abgeschlossen. Nun gings an die Markierungen.

Markierung + Voran: Es fällt eine Markierung in ca. 60 Meter Entfernung. An gleichte Stelle fliegt ein Dummy fürs Voraus, während der Hund auf dem Rückweg ist. Gizmo markierte super und schoß wieder zurück. Die beiden Vorans an die Stelle arbeitete er ebenso zielsicher. Langsam macht mir der Molch Angst. Nachdem Fiene das gleiche Programm abspulte gings weiter mit ner Doppelmarkierung.

Doppelmarkierung: Es fällt eine Markierung in ca. 25 Meter. Dann eine in ca. 50 Metern in einer Linie dahinter. Erst soll das kurze Mark, danach dann das lange geholt werden. Da ich mir sicher war, dass der Molch zuerst zum letztgeworfenen Mark sprintet, fragte ich Ivonne, wie ich denn dann reagieren sollte. „Mach nen Hier-Pfiff wenn du merkst, dass er über den ersten Dummy hinwegrennt und wenn er dann auf der Höhe des vorderen Dummys ist den Suchpfiff.“ Naja, klingt einfach. Aber haben wir so noch nie gehabt. Dann gings los. Die beiden Dummys flogen und der Molch sprintete los.
Und ich sah es schon kommen: er bremste nicht ab, als er in die Nähe des ersten Dummys kam. Also gab ich den Hierpfiff. Und hier muß ich mich selbst mal fürs Timing loben, denn der Molch machte 1 Meter hinter dem Dummy kehrt und nahm in  der gleichen Bewegung den Dummy auf und kam zurück. Zum Suchenpfiff bin ich gar nicht mehr gekommen. Party. Die Leckerlie-Restbestände wurden inhaliert. Danach holte er dann noch den zweiten Dummy, dessen Fallstelle er sich gut gemerkt hatte.

Nun machte ich mich mit dem Molch in Richtung Werferposition, damit Fiene das Doppelmark arbeiten konnte. Was ich nicht sah: Ivonne warf parallel zum Waldrand im rechten Winkel zu uns einige Verleitdummies für Fiene, die sei dann nach dem Doppelmark arbeiten sollte. An meiner Position angelangt wurde der Molch abgelegt und ich warf die Dummys. Fiene schoß in gewohnter Geschwindigkeit auf das erste Dummy, beim längeren Mark allerdings traten wieder die scheinschwangerschaftsbedingten Orientierungs- und Sehprobleme zu Tage. Denn sie rannte erstmal etwas orientierungslos von einem Baum zum nächsten. Im zweiten Versuch klappte es dann aber. Das wars für heute. Ich machte mich wieder mit dem Molch auf zum Waldrand und ließ ihn frei laufen, denn wir waren ja fertig. Und ich staunte nicht schlecht, als der Molch auf einmal Vollspeed vom Weg abbog. Ich äugte schon, ob ein Reh oder ähnliches unterwegs ist, aber nein. Der Sausack hat tatsächlich mitbekommen, dass Ivonne die Verleitungen geworfen hatte während wir nach hinten liefen und kam mir schon stolz wie Bolle mit einem der Dummys zu mir zurück! Molch the brain.

Fazit des Tages: Neuen Herausfoderungen muß man sich einfach stellen und dem Hund und auch sich selbst nur mal was zutrauen. Wenn ich selbst locker und konzentriert agiere, geht auch der Molch konzentrierter zu Werke. Vielleicht trugen  auch die für den Molch perfekten Temperaturen Ihren Teil zum guten Training bei. 10 Grad und bedeckt, das taugt ihm.

War wirklich ein tolles und lehrreiches Training und eine der besten Trainings-Leistungen von Gizmo bisher.

Kommentare
  1. Gefällt mir seeeehhhhhr! Gizmo war wirklich klasse. Besonders gut hat mir die „Rückweg und ich schicke Fiene“ Aktion gefallen. Die Markierungen und Vorans war super und jaaaaa, dein Timing war perfekt!

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