Holpriger Start

Veröffentlicht: 02/01/2017 in Allgemein, Welpentagebuch, Woody

woods-30Die Familie Leuthold besteht ja aus Silvester-Feier-Muffeln. Und da wir ja nicht wußten, wie der kleine Waldarbeiter auf die Böller und Raketen reagiert, wollten wir sowieso zuhause bleiben.

Am Freitag fingen dann die ersten Idioten an, hin und wieder Kracher zu zünden. Unter anderem auch, als Woody grad im Garten unterwegs war. Er war eben am Schnüffeln, als es knallte. Er blickte auf, schaute sich einmal aufmerksam um und …. schnüffelte weiter. Das war’s dann auch. Allen weiteren Silvesterlärm ignorierte er einfach. Die Böllerei dann am 31. um Mitternacht verschlief er. Wir waren sehr erleichtert, war doch Gizmo sehr empfindlich was das Knallen anging und dementsprechend unentspannt waren auch wir.

Das neue Jahr begann allerdings nicht so schön. Um 5 Uhr weckte uns Woody mit Würggeräuschen und spuckte erstmal in sein Bett. Bis ca. 16 Uhr spuckte er alles aus, was er im Magen hatte, bis nur noch Schaum kam. Der Kleine war total matt und lag nur noch rum. Wir machten uns schon Sorgen und überlegten, in die Tierklinik zu fahren (sowas passiert ja generell IMMER am Sonntag). Dann legte ich mich zu Woody aufs Sofa und wir schliefen beide ein. Und als ich 1,5 Stunden später aufwachte, stand ein wedelnder Welpe vor mir und wollte mir klar machen, dass er Hunger hat. Er war wie ausgewechselt.

Wir gehen davon aus, dass unser kleiner Staubsauger auf dem Spaziergang am Vortag irgendwas gefressen hat, was ihm nicht bekommen ist. Heute ist er wieder wie immer. Bestens gelaunt und voller Tatendrang. Aber wir ließen es erstmal langsam angehen.

Und ganz vergessen: Am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir im Frankenland bei meinen Eltern. Ich streifte mit Woody abseits der Wege durch den Wald, als  er plötzlich wie angewurzelt stehen blieb und die Nase in den Wind streckte. Man merkte sofort, dass er was besonderes in der Nase hatte. Also rief ich ihn ran und blickte den Hang hinab in der Richtung in die er gerade seinen Riechkolben reckte. In einer Kuhle, keine 10 Meter entfernt, lag ein Reh und schaute mich mit großen Augen an. Es machte keine Anstalten zu flüchten. Es schien krank zu sein. Wir zogen uns also zurück. Wieder bei meinen Eltern angekommen, rief ich den Jagdpächter an, einen Bekannten aus dem Nachbarort. Eine halbe Stunde später fuhr ich mit ihm zu dem Wäldchen, in dem das Reh lag. Es war immer noch da. Er erlöste es. Äußerlich zeigte das Reh keine Anzeichen von Verletzungen. Aber es hatte einen etwas aufgeblähten Bauch. Mein Respekt gilt dem Jäger. Das ist wirklich keine schöne Arbeit. Aber das Reh hätte wohl die nächste Nacht nicht überlebt und wäre qualvoll verendet.

Kommentare
  1. schön, dass das kleine Scheißerchen das Geböllere so gut überstanden hat und super, wenn auch traurig und nicht schön, dass Du bei dem Reh nicht weggeschaut hast und dem Jäger bescheid gesagt hast!
    Gutes Neues Jahr Euch!!!

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