Das dritte Auge – die FURBO-Kamera im Test

Veröffentlicht: 27/02/2019 in Allgemein, Testberichte
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unterstützt durch Furbo

Die Welt der Produkte für Hunde ist ja schon eine grenzenlose. Nicht zuletzt seit Smartphone und Co. im Alltag Einzug gehalten haben gibt es immer mehr an Gadgets für den Haustierbereich, ob nützlich oder nicht.
Nun erhielt ich vor kurzem eine Anfrage, ob ich eine Hundekamera testen wollte. Der Name des Geräts „FURBO“. Klar. Ich bin ja immer neugierig und was ich so in der Produktbeschreibung las, fand ich schon spannend. Nach einigen Mails dauerte es ein paar Tage und dann kam Furbo an (ich weiß bis heute trotz Recherche nicht, ob es die Furbo oder der Furbo oder das Furbo heißt).

Die Optik der Verpackung war schon mal ansprechend. Natürlich öffnete ich dann gleich den Karton und war mal positiv überrascht. Furbo sieht klasse aus. Weißes glänzendes Kunststoff Gehäuse in ansprechender Form und oben ein Deckel aus Holz, vermutlich Bambus. In einer Aussparung sieht man die Kameralinse und Sensoren. In der Mitte eine Öffnung. Hier sollen wohl die Leckerlis rausfliegen. Mit ner Höhe von ca. 22 Zentimetern ist das Teil kompakt und nicht sperrig. Mit dabei ist ein USB-Kabel und ein kleines Netzteil. Soweit so gut.

Also das Anschließen war kein Problem. USB-Stecker rein, Netzstecker an das Kabel und ran an den Strom. Aber bevor es losgeht, muß man erst die pp runterladen und installieren. Hier ein paar Fotos vom Furbo.

 

Zu Beginn muß der Furbo ins WLAN eingebunden werden. Das übliche Prozedere mit Eingabe des WLAN-Schlüssels und Erstellung eines Accounts. Das alles geht erstaunlich schnell und problemlos von der Hand. Ich hab die Zeit nicht gemessen, aber ich glaub nach nicht mal 5 Minuten war Furbo „online“ und ich konnte tatsächlich in der APP unser Wohnzimmer betrachten. Also in Punkto Installation geb ich mal 5 von 5 Sternen. Auch weniger technisch versierte Leute werden das schnell und einfach hinbekommen. Die App ist auch recht einfach in der Bedienung. Man kann Fotos vom Videobild machen, ein Video sozusagen mitschneiden, Leckerlis fliegen lassen und das Micro einschalten, um den Hund anzusprechen.

 

Hier ein Screenshot in der Furbo-App. Links befinden sich die Buttons für Film und Foto (kleiner Tipp: Die App fragt auf dem iphone nicht direkt nach den Zugriffsrechten sondern verwehrt diese erstmal der App und man muß manuell den Zugriff freigeben). Ganz rechts könnt ihr das Micro des Handys aktivieren und über Furbo kommunizieren. Rechts oben befinden sich die Einstellungen. Für den Hund der wichtigste Button in der Mitte: Leckerliwurf…

 

So als Spielkind und weil Woody schon äußerst interessiert hinter mir stand und schaute, was ich da mit den Leckerlis anstelle, sollte natürlich die Besonderheit des Geräts, der Leckerli-Wurf, getestet werden. Also tippte ich, nachdem ich Furbo gefüllt hatte, auf das Leckerli-Symbol in der App. Es ertönt ein kurzes Piepgeräusch, wohl um die Aufmerksamkeit des Hundes zu wecken, und dann flogen uns die Leckerlis um die Ohren. Es kam nicht nur eins, sondern gleich ein halbes Dutzend durch die Öffnung. Es stellte sich heraus, dass weniger mehr ist. Zumindest kamen bei späteren Versuchen meistens nur eins, maximal zwei bis drei Leckerlis aus dem Gerät. Vielleicht waren auch die Leckerlis zu klein. Keine Ahnung. Also das Werfen der Goodies funktionierte schon mal gut.

Nächster Test: Woody allein zu Hause, Furbo ein und dann schauen wir mal, was denn der Hund so im Wohnzimmer treibt. Und jetzt wirds laaaangweilig. Denn der Waldarbeiter blieb schon immer ohne Probleme alleine. Schon als Welpe. Damals zwar noch im Kennel, aber es gab da nie Probleme. Und so war das erste, was ich sehen konnte: Waldi entert die Coach und poofte. Nun bietet der Furbo die Möglichkeit, mit dem Hund zu kommunizieren. Also übers Handy mit Furbo als Ausgabegerät. Und das klappt scheinbar richtig gut. Denn Woody hob, als ich seinen Namen sagte, seinen Kopf und blickte etwas irritiert zur Kamera. Daraufhin ließ ich ein Leckerli fliegen. Und schon war er zur Stelle. Klar.

Das mit dem Ansprechen klappt also, dass er allerdings auf die farbigen Lichter an der Geräteunterseite reagiert konnte ich nicht bemerken. Hier wechselt das Licht von Gelb auf Blau, wenn man auf sich aufmerksam machen will. Was Waldi allerdings super schnell kapiert hat, war natürlich, dass wenn das Piep-Geräusch kommt ein Leckerli fliegt! 🙂 Jaja, die postive Verknüpfung. Es gibt auch eine Anzeige, die mitzählt, wie oft man schon Leckerlis an dem Tag geworfen hat, so für die Diätkandidaten.

Ich muß natürlich auch ein Wort zur Bildqualität sagen. Die ist wirklich gut. HD-Qualität. Okay, mit meinem alten iPhone und seinem kleinen Display ist auch das Bild dementsprechend klein. Durch das große Weitwinkel hat man einen 160 Grad Blickwinkel und bekommt schon relativ viel Fläche eines Raumes aufs Bild. Man kann auch digital zoomen, in 4 Stufen. Und nun der Hit: Furbo kann auch, Dank Infrarot, im Dunkeln sehen. Ja, ich kann also auch Nachts beobachten, was Waldi so treibt. Okay, im Prinzip gar nix, weil er da schläft. Wie sich das gehört! 😉 Der eingebaute Lautsprecher ist für die Größe und den Zweck ausreichend. Furbo hat auch einen „Bellalarm“, das bedeutet, er erkennt Bellen und schickt eine Push-Nachricht an die App. Das konnte ich leider in Ermangelung eines bellenden Hundes nicht testen.

Fazit: Als Produkt ist Furbo durchdacht. Das kann man nicht anders sagen. Die Kamera macht, was sie soll. Die Bedienung ist wirklich kinderleicht. Ich hab jetzt keinen Vergleich zu anderen Kameras, aber ich denke schon, bei diesem Funktionsumfang spielt sie oben mit. Die UVP ist mit 259 € allerdings auch nicht gerade günstig. Bei Hunden, die Probleme mit dem Alleinebleiben haben, ist Furbo sicher eine Möglichkeit, das ganze zu Trainieren und zu überwachen. Gerade bei Welpen und Junghunden ist das sicherlich praktisch (wir werden es bald testen können 😉 ). Der Hersteller gibt auch auf seiner Seite den ein oder anderen Trainingstipp und Hinweise zur korrekten Verwendung. Und was ich nett finde, es ist kein grauer Elektronik-Kasten, sondern es wurde auch auf eine ansprechende Optik wert gelegt und die Verarbeitung ist in Ordnung, wenn auch kein Highlight.

In Zeiten von Datenschutz und Schutz der Privatsphäre möchte ich aber nicht unerwähnt lassen, dass es nirgends irgendwelche Hinweise was die Sicherheitsrisiken zum Beispiel durch Hacks des Furbos und der App angeht. Schade finde ich auch, dass es keinen Ausschalter gibt. Denn theoretisch könnte die Kamera dann immer weiter Streamen, was ich persönlich nicht wollen würde. Denn prüfen kann ich das nicht. Also wird der Stecker bei Nichtgebrauch gezogen.

 

Kleines Goodie für Euch: Über den Link Furbo-Shop erhaltet Ihr 50 € Rabatt beim Kauf eines Furbo. Ihr Müsst nur den Coupon-Code: gizmolch50 eingeben!

 

Und zum Abschluß ein kleines Video vom Waldmeister. Er hats schnell gepeilt, dass wenn das Geräusch kommt Futter fliegt! 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare
  1. Pia sagt:

    Witzig! ;-))

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